Notfallpädagogik im Überschwemmungsgebiet Rheinland-Pfalz

Von Redaktion, Juli 2021

Ein Team von Notfallpädagogen unter der Leitung von Bernd Ruf versucht in der Nähe von Ahrweiler die Familien vor Ort bei der Verarbeitung der traumatischen Erlebnisse zu unterstützen. Dass sich die Menschen noch in einer Phase der Schockstarre befinden, zeigt sich an Symptomen wie Schlaflosigkeit, Ängsten und Konzentrationsproblemen.

Aufräumarbeiten und aktives Handeln tragen momentan wenigstens dazu bei, dass sie sich nicht hilflos oder ohnmächtig fühlen. Es herrscht zudem eine große Solidarität unter den Menschen. Dass auch die Kinder unter der Situation leiden und dringend Hilfe bei der Bewältigung des Erlebten brauchen, zeigt sich an Regressionssymptomen wie Bettnässen oder anderen Beschwerden. »Die äußere Zerstörung ist immer auch ein Bild für die inneren Schäden, die bei Kindern und Erwachsenen angerichtet werden. Daher ist es besonders wichtig, ihnen jetzt einen geschützten Ort zu bieten, erklärt Bernd Ruf.

Ein Waldorfkindergarten dient den Notfallpädagogen daher in den nächsten Wochen als Basis für ihre Arbeit. Seit ein paar Tagen können hier wieder einige Kinder im Außenbereich betreut werden, die aus den umliegenden verwüsteten Ortschaften kommen. Von einer Halbtagseinrichtung wird der Kindergarten zu diesem Zweck in eine Ganztagseinrichtung umgewandelt.

»Es gehört zum Konzept, dass die Eltern mit uns Gespräche führen können. Wir geben ihnen wesentliche Ratschläge und Methoden zur inneren Stabilisierung an die Hand, die sie für sich selbst und für ihre Kinder anwenden können«, so Bernd Ruf. Das Team wird noch viele Wochen am Ort bleiben, um die Betroffenen bei der Verarbeitung des Traumas zu unterstützen.

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