Struwwelpeter 2.0

Dezember 2014

Eltern, Erzieher und Lehrer stehen immer wieder vor der Tatsache, dass sich die Kinder und Jugendlichen, mit denen sie arbeiten und die ihnen anvertraut sind, ganz selbstverständlich der neuesten elektronischen Medien bedienen und sich in virtuellen Räumen bewegen, von denen die Erwachsenen oft noch nicht einmal wissen, dass sie existieren.

Was bleibt, ist oftmals Unsicherheit, Angst oder Ratlosigkeit. Das gilt auch für Waldorfpädagogen, zu deren wichtigsten pädagogischen Idealen gehört, die Kinder ganz und gar lebenspraktisch auf die Herausforderungen ihrer Zeit vorzubereiten.

Aus pädagogischer Sicht kann es niemals darum gehen, eine Technik zu verdammen. Es geht nicht um moralische Verhaltensregeln, sondern darum, die Schüler zum sinnvollen Gebrauch der Technik zu befähigen. Pädagogisch stellt sich die Frage, welche Fähigkeiten ein heranwachsender Mensch entwickeln muss, um mit der Technik so frei umgehen zu können, dass er sie sinnvoll einsetzen kann, nicht aber blind ihrer Faszination erliegt.

Die Waldorfpädagogik geht sehr bewusst mit den Möglichkeiten der verschiedenen Lebensalter und Entwicklungsphasen um, durch die ein junger Mensch im Laufe seines Heranwachsens hindurchgeht. Entsprechend ist auch der Lehrplan ein Gesamtkunstwerk, das zwar in ständiger Entwicklung begriffen ist, immer aber die Entdeckung neuer Fähigkeiten und Kräfte im Auge behält, die jeder Schüler sich im Laufe der Schulzeit auf verschiedenen Wegen aneignen kann.

Dass die Waldorfpädagogik entscheidende Gesichtspunkte zu einer entwicklungsorientierten Medienpädagogik geben kann, will der Reader »Struwwelpeter 2.0« zeigen, der erste Ergebnisse des Arbeitskreises »Medienmündigkeit und Waldorfpädagogik« zusammenfasst und folgenden Fragen nachgeht: Was bedeutet Medienmündigkeit für die tägliche Unterrichtspraxis? In welchem Verhältnis stehen die neuen Herausforderungen der elektronischen Medien zu bewährten Waldorftraditionen? Ab wann sollte man sich gezielt und bewusst mit ihnen auseinandersetzen? Wie kann man sie im Unterricht sinnvoll und kreativ nutzen? Auf welche Fähigkeiten kommt es bei der Mediennutzung an und wann werden sie veranlagt?

Die Broschüre wendet sich insbesondere an Erzieher und Lehrer, kann aber auch von interessierten Eltern und Schülern verstanden werden, weil sie weitgehend auf Fachterminologie verzichtet.

Zu beziehen ist der Reader für 5 €uro im Webshop der Waldorfschulen waldorfschule-shop.de oder als PDF zum Download auf der Homepage des BdFWS.

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