Coronavirus: Praktische Anregungen für’s Lernen zuhause

April 2020

Pädagogen sowie Eltern unterrichten wegen der Maßnahmen zum Sars-CoV-2-Virus Kinder und Jugendliche medial oder direkt zuhause. Tipps zur individuellen Beziehungspflege, zu altersgerechten Inhalten und zum Einbeziehen basaler Sinneserfahrungen veröffentlicht die Pädagogische Sektion am Goetheanum auf ihrem Blog.

Photo: © Christoph Lühl

Gewünscht hat sich das keiner. Doch Joep Eikenboom, Lehrer an der Dordtse Vrije Schule in den Niederlanden, schreibt auch: »Haben Sie keine Angst […] gegenüber dieser modernen Technologie, sondern zeigen Sie den Kindern, dass ein Mensch unter allen Umständen zurechtkommen kann.« Eine Hilfe ist das Schaffen einer Tagesstruktur mit bestimmten Abläufen bei den Unterrichts- und Freizeiten.

»Der Lehrberuf ist ein Beziehungsberuf par excellence«, sagt Florian Osswald, Oberstufenlehrer und Co-Leiter der Pädagogischen Sektion am Goetheanum. Beim Hausunterricht geht es daher um Erreichbarkeit der Lehrer für die Schüler und Eltern. Über Fragen an die Kinder wie »Woran habt ihr gerade Freude?« und den Austausch von Arbeitsergebnissen der Schüler untereinander bleibt die Klasse oder der Kurs in Verbindung.

Florian Osswald sieht »zahlreiche neue Möglichkeiten« durch die digitalen Medien, aber gleichzeitig auch ihre Grenzen. Für alle Altersstufen bietet sich an, Aufgaben im Haushalt zu ergreifen, Naturbeobachtungen in einem Tagebuch in Wort und Bild zu reflektieren, also auch praktisch und mit allen Sinnen tätig zu sein. Dazu gehören beispielsweise Handarbeiten, Basteln und Musizieren.

Thomas Stöckli, Co-Leiter der Akademie für Anthroposophische Pädagogik in Dornach, hebt hervor, dass alle beteiligten Erwachsenen selbst auf Ausgleich achten und Gelegenheiten für die persönliche Regeneration schaffen sollten.

Blog zum Lernen zuhause: www.goetheanum-paedagogik.ch/homeschooling

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