Eurythmie im Homeschooling

Von Regine Basfeld, November 2020

Der Kontrast hätte nicht größer sein können! Nach einer wunderbaren Monatsfeier im März verließen die Schüler und die Kolleg mit einem noch nie dagewesenen Gefühl und mit diffusen Fragen die Schule. Wann werden wir uns wiedersehen? Wie wird es weitergehen? Wie kann Lernen und Lehren ohne persönlichen Kontakt untereinander aufrecht erhalten werden?

Gerade noch: Licht – Farbe – Bewegung – Klang – Gemeinschaft – Hochgefühl durch das Geleistete auf der Bühne, nun Schulschließung!

Die folgenden Tage waren davon gekennzeichnet, sämtliche Nachrichten zu hören, zu sehen und zu lesen. Es galt, auf der einen Seite die eigene Situation zu erfassen und auf der anderen, zu überlegen, wie Unterricht ohne persönliche Begegnung mit den Schülern möglich sein könnte. Mit jeder Klasse altersgemäß in Kontakt zu bleiben und eine eigenständige Weiterarbeit zu ermöglichen, stand an erster Stelle. Für die unteren Klassen gab es kleine Geschichten zum Nachspielen mit sämtlichen Familienmitgliedern. Im Eurythmiekollegium erstellten wir kleine Videos mit pädagogischen Übungen, die wir an die einzelnen Klassen verschicken. Um in der Oberstufe auch online unterrichten zu können, baten wir darum, die Bühne im Festsaal mit entsprechender Technik auszustatten, was rasch umgesetzt wurde. Bei den Mittlelstufenklassen entschied ich mich für Arbeitsblätter, die erst per E-Mail-Klassenverteiler verschickt und dann über One Drive abrufbar waren.

Jede Klasse, die ich unterrichtete, bekam mit Beginn des Homeschoolings wöchentlich schriftliche und praktisch auszuführende Aufgaben. Jeder, der schon einmal versucht hat, Tanzen über schriftliche Anleitungen zu lernen, ahnt, vor welchen Schwierigkeiten man als Lehrer, aber auch als Schüler dabei steht. Eine Bewegungsfolge zu verschriftlichen bzw. zu verstehen und umzusetzen ist äußerst mühsam und führt nicht immer zum Erfolg. Doch war es auch eine Gelegenheit, alles was sonst durch Mimik und Gestik »hinübergereicht« wurde, zu verbalisieren. Für die Schüler war es eine gute Übung, sich sämtliche Aufgaben selbstständig zu erarbeiten. Zum Beispiel ein Gedicht auf seine Rhythmen hin anzuschauen und zu kennzeichnen, wie auch zeichnerisch die Formen umzusetzen und eigene Formen zu entwerfen. Da wir schon im zweiten Schulhalbjahr angekommen waren, hatten wir einige Themen bearbeitet, so dass ich mich gut darauf beziehen konnte und eine selbstständige Weiterarbeit möglich war.

Im Folgenden möchte ich einzelne Aufgaben herausgreifen, kurz beschreiben und einige angefertigten Arbeiten dazu präsentieren.

Den gesamten Bericht mit Bildern können Sie hier als PDF herunterladen.

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