Immunität bei Kindern: anhaltend und robust, selbst ohne sichtbare Erkrankung

Von Redaktion, Juli 2021

Die Universitätskliniken Freiburg, Heidelberg, Tübingen und Ulm erforschten COVID-19 bei Kindern. Ihre Untersuchung bestätigt bekannte Befunde.

Kinder stecken sich in Familien seltener an als Erwachsene, der Verlauf einer Erkrankung ist deutlich milder. Ihre Immunantwort ist im Schnitt stärker als die der Erwachsenen und ihre Immunität hält länger an. Auch dann, wenn die Kinder gar keine Symptome entwickeln. 

An der Studie der Kliniken nahmen 548 Kinder im Alter zwischen 6 und 14 Jahren und 717 Erwachsene teil. 328 Familien mit mindestens einem an COVID-19 erkrankten Mitglied wurden mehrfach untersucht. Kinder steckten sich deutlich weniger an, als Erwachsene (34 % gegenüber 58 %). Sie waren außerdem im Fall einer Infektion fünfmal häufiger ohne Krankheitszeichen (Erwachsene: 9 %, Kinder: 45 %). Trotzdem zeigten die Kinder elf bis zwölf Monate nach der Infektion stärkere und länger anhaltende spezifische Antikörperspiegel als Erwachsene. Das gilt unabhängig davon, ob Krankheitszeichen bestanden oder nicht. Die kindlichen Antikörper sind gut wirksam gegenüber verschiedenen Virusvarianten, so dass auch nicht erkrankte Kinder nach einer Infektion geschützt sein sollten. Keines der infizierten Kinder musste im Krankenhaus behandelt werden.

Die Studie wurde als Preprint veröffentlicht:

»Typically asymptomatic but with robust antibody formation: Children’s unique humoral immune response to SARS-CoV-2«. https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2021.07.20.21260863v1

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