Kinder und Jugendliche gegen Covid-19 impfen? Georg Soldner im Gespräch

Von Redaktion, Juli 2021

In der Öffentlichkeit wird vermehrt um die Impfung von Kindern und Jugendlichen geworben, obwohl die Ständige Impfkommission und die WHO sich gegen eine allgemeine Impfempfehlung ausgesprochen haben. Eltern müssen sich entscheiden, wie sie im Sinne ihrer Kinder handeln.

Georg Soldner ist langjähriger Kinder- und Jugendarzt, zusammen mit Matthias Girke Leiter der Medizinischen Sektion am Goetheanum, Dornach/Schweiz, und Leiter der Akademie Anthroposophische Medizin in der Gesellschaft Anthroposophischer Ärzte in Deutschland GAÄD. Er nimmt zu den Fragen um das Impfen von Kindern und Jugendlichen gegen Covid-19 Stellung.

Soldner führt unter anderem aus: »Die STIKO hat nicht ohne Grund keine allgemeine Impfempfehlung gegeben: Wir wissen schlicht bisher nicht, ob wir mit dem Impfen mehr Schaden für die Geimpften anrichten als mit der spontanen Infektion in diesem Alter, die wie die mRNA-Impfstoffe bei den meisten eine Immunität hinterlässt. Erst kürzlich hat Prof. Mertens, STIKO-Vorsitzender, in einem Interview betont, dass der Weg zur Herdenimmunität im Kindesalter ebenso über die natürliche Infektion wie durch eine Impfung erfolgen kann. Im Einzelfall, bei Kindern mit schweren Grunderkrankungen oder im Umfeld hoch gefährdeter Menschen kann eine Impfung sinnvoll sein. Und nochmals: Der Weg über eine Spontaninfektion im Kindesalter kann für Kinder und Jugendliche durchaus als ein relativ sicherer Weg der Immunisierung gelten – und angesichts von 1,9 Milliarden Kindern auf der Welt muss man auch sagen, dass wir die Finanzen im Gesundheitssystem deshalb lieber dort einsetzen sollten, wo es um massive Gefährdungen der Gesundheit – nicht zuletzt auch der seelischen Gesundheit – geht.«

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