Kindeswohlgefährdung 2020

Von Redaktion, Juli 2021

Wie ging es den Kindern und Jugendlichen in Deutschland im Corona-Jahr 2020?

Die Jugendämter haben im Jahr 2020 bei fast 60.600 Kindern und Jugendlichen eine Kindeswohlgefährdung festgestellt. Das sind 5.000 Fälle (9 %) mehr als 2019. Laut dem Statistischen Bundesamt (Destatis) haben damit die Kindeswohlgefährdungen mit einem kontinuierlichen Wachstum den höchsten Stand seit Einführung der Statistik im Jahr 2012 erreicht.

Weiter heißt es: »Fachleute hatten im Vorfeld der Corona-bedingten Lockdowns davor gewarnt, dass insbesondere durch die Schul- und Kita-Schließungen Kinderschutzfälle unentdeckt bleiben könnten. Die neuen Ergebnisse scheinen diese Annahme, zumindest für den Sektor Schule, zu stützen: So sind die Verdachtsmeldungen von Schulen im Jahr 2020 – erstmals in der Statistik und entgegen dem allgemeinen Trend (insgesamt 12 % mehr Verdachtsmeldungen gegenüber 2019) – um 1,5 % zurückgegangen (– 300 Fälle). Dies steht im Gegensatz zu den Entwicklungen der beiden Vorjahre: Im Jahr 2018 hatten die Verdachtsmeldungen von Schulen um 15 % (+ 2.100 Fälle) und im Jahr 2019 sogar um 17 % zugenommen (+ 2.800 Fälle).«

Eine Kindeswohlgefährdung liege vor, »wenn eine erhebliche Schädigung des körperlichen, geistigen oder seelischen Wohls eines Kindes droht oder bereits eingetreten ist. In Verdachtsfällen sind die Jugendämter verpflichtet, durch eine Gefährdungseinschätzung (nach § 8a SGB VIII) das Gefährdungsrisiko und den Hilfebedarf abzuschätzen und einer Gefährdung entgegenzuwirken.«

Link zur Pressemitteilung

Alle Nachrichten in dieser Kategorie

STIKO rät von genereller Impfung für Kinder und Jugendliche ab

Wie die Tagesschau am 10.5.2021 berichtete, empfiehlt die Ständige Impfkommission keine generelle Impfung von Kindern bzw. Jugendlichen ab 12 Jahren.... [mehr]

Politiker stellen Maskenpflicht in Frage

Laut Bild-Zeitung stellen immer mehr Politiker in Deutschland die Maskenpflicht angesichts sinkender Inzidenzzahlen in Frage. [mehr]

Waldorfschulen und Digitalisierung

Entgegen häufig kolportierten Vorurteilen lehnen Waldorfschulen den Einsatz elektronischer Medien nicht nur nicht ab, sondern haben ein... [mehr]

Massenimpfungen an Kindern gegen COVID-19

Der Deutsche Ärztetag hat einen Beschluss gefasst, der das Recht auf Bildung und gesellschaftliche Teilhabe von Kindern an deren Impfung gegen... [mehr]

Das geht zu weit! Kommentar zur »Corona-Notbremse«

Der Rechtsanwalt und Mediator Ingo Krampen, Bochum, veröffentlichte auf der Webseite der Kanzlei Barkhoff und Partner eine Stellungnahme zur... [mehr]

Musikszene in der Coronakrise

Eine Online-Befragung des Landesmusikrats NRW dokumentiert die problematische Einkommenssituation der Freischaffenden in der Musikbranche. [mehr]

Rechtfertigt die Gefährdung von Kindern durch COVID-19 Schulschließungen?

Die Deutsche Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie (DGPI) und die Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene (DGKH) veröffentlichten eine... [mehr]

Offener Brief

In einem offenen Brief veröffentlichten gemeinsam die Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe, die Bundesarbeitsgemeinschaft der... [mehr]

Unterricht im Freien und pädagogische Phantasie statt Schulschließungen

Der Bund der Freien Waldorfschulen (BdFWS) kritisiert die zu erwartenden vermehrten Schul- und Kitaschließungen durch das geänderte... [mehr]

Memorandum zur Corona-Politik

Michaela Glöckler und Andreas Neider haben ein Memorandum für ein Umdenken in der Corona-Politik und mehr Verständnis für die Meinungsvielfalt in der... [mehr]

Treffer 11 bis 20 von 87

< Vorherige

1

2

3

4

5

6

7

Nächste >

Folgen