Waldorfschule Jena klagt erfolgreich gegen Maskenpflicht im Unterricht

April 2020

Die Freie Waldorfschule Jena klagte gegen eine Anordnung der Stadt, wonach Gesichtsmasken auch im Unterricht getragen werden mussten.

Im Gegensatz zur Landesregierung, die das Tragen von Masken lediglich in den Pausen und beim Wechsel der Unterrichtsräume vorschrieb, verpflichtete die Stadt ab dem 4. Mai auch im Unterricht zu Gesichtsmasken. Diese widersprüchlichen Vorschriften führten laut Peter Häuser, dem Geschäftsführer der Jenaer Waldorfschule, zu Rechtsunsicherheit. Außerdem sei der Unterricht an Waldorfschulen sehr »kommunikativ«. Die Masken erschwerten diese Kommunikation.

Die Maskenpflicht im Unterricht wurde auch vom Thüringer Bildungsminister Helmut Holter (Linke) kritisiert. Die Stadt suche nach Alternativen, wie Oberbürgermeister Thomas Nitzsche (FDP) nach einem Gespräch mit dem Bildungsminister mitteilte. Eine Alternative zu Masken im Schulunterricht wäre »rigideres Lüften«.

Bereits Anfang April hatte Jena das Tragen von Masken in Geschäften und öffentlichen Verkehrsmitteln vorgeschrieben, um Tröpfcheninfektionen zu verhindern. Mit dieser Anordnung war sie Vorreiter in Deutschland.

Das Verwaltungsgericht Gera hat am 5. Mai per Eilverfahren die Anordnung der Stadt, die das Maskentragen im Unterricht vorschrieb, für rechtswidrig erklärt, wie Gerichtssprecher Bernd Amelung der Deutschen Presse-Agentur mitteilte.

Quellen: News 4 Teachers / dpa/SZ

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