Ein zehnminütiger Test sagt mehr über künftigen Studienerfolg aus, als die Abiturnote

März 2020

Die Universität Mainz und die Humboldt-Universität stellten jüngst die Ergebnisse einer vierjährigen Untersuchung vor, nach der sich die Erfolgschancen im Studium durch einen 10-minütigen, fachspezifischen Test besser ermitteln lassen, als durch die Abiturnote oder Intelligenztests.

Die beteiligten Wissenschaftler schrieben den in den USA verwendeten »Test of Economic Literacy« (TEL-IV) auf deutsche Verhältnisse um und befragten insgesamt 4.000 Studenten an 41 Universitäten vor Beginn des Studiums, am Ende des zweiten bzw. zu Beginn des dritten Semesters. Der Test frägt das bereits vorhandene Wissen um wirtschaftliche Grundtatsachen wie Angebot und Nachfrage oder ein basales Verständnis mathematischer und statistischer Konzepte ab. Aufgrund der Ergebnisse vermochten die Wissenschaftler die Studienleistungen und die Abbrecherquote während des ersten Studienjahrs im Bereich Wirtschaftswissenschaften zuverlässig zu prognostizieren. Entscheidend, so die Wissenschaftler, sei nicht die Abiturnote, sondern das Lernpotenzial und der Vorwissensstand der Studenten – letztlich also auch das spezifische Interesse am Studiengegenstand. Die Abfrage der mitgebrachten Fähigkeiten führe zu verlässlicheren Ergebnissen als alle anderen Kriterien. In seiner Kurzfassung dauert der Test nur 10 Minuten, in der Langfassung 25 bis 30 Minuten. (ra)

Quelle: Pressemitteilung der Johannes Gutenberg Universität Mainz

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