Hebammen sorgen für natürliche Geburt

August 2013

Eine Metaanalyse von rund 16.000 Schwangerschaften zwischen 1989 und 2011 in einer Reihe von Ländern der Nordhalbkugel belegt, dass Frauen, die von Hebammen begleitet werden, weniger Frühgeburten und Kaiserschnitte erleiden. Die Metaanalyse, die 13 Studien auswertet, wurde von der Cochrane Collaboration durchgeführt, einer gemeinnützigen Organisation, die medizinisches Wissen verfügbar macht.

Hebammen haben in verschiedenen Ländern unterschiedliche Funktionen. In den Niederlanden, Kanada, Großbritannien und Australien kümmern sie sich um die gesamte Schwangerschaft und Entbindung und arbeiten nur bei Komplikationen mit Ärzten zusammen. In den USA spielen Gynäkologen dagegen eine zentrale Rolle: Die Ärzte machen Vor- und Nachsorge, während der Geburt sind Krankenschwestern und Mediziner gemeinsam zuständig. In Deutschland gibt es zwar Geburtshäuser, in denen keine Ärzte anwesend sind. Dennoch steht hier die ärztliche Versorgung mit Ultraschalluntersuchungen, Urinanalysen und Blutdruckmessungen im Zentrum. Bei der Geburt im Krankenhaus sind normalerweise Hebammen und Ärzte dabei, die Hebammen begleiten die Frauen während der Wehen und ein Arzt erscheint bei einer unkomplizierten Geburt mitunter erst, wenn das Kind auf die Welt kommt.

Die Cochrane-Analyse zeigt, dass Frauen, die kontinuierlich von Hebammen begleitet werden, seltener eine Frühgeburt haben und ihre Kinder häufiger auf natürlichem Weg zur Welt bringen, also weniger Zangen- oder Saugglockengeburten oder eine örtliche Betäubung benötigen.

Die Analyse belegt außerdem, dass Frauen die von Hebammen begleitet werden, seltener ein Kind vor der 24. Schwangerschaftswoche verlieren.

Quelle: Continuous support for women during childbirth Updated

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