Kinder profitieren von anthroposophischer Behandlung

Dezember 2014

In einer vergleichenden Studie wurde die Frage untersucht, welche Behandlung Kinder mit akuten Luftwegsinfekten in unterschiedlichen Behandlungssettings erhalten und wie sie profitieren.

Verglichen wurden 529 US-amerikanische und europäische Kinder mit akuten Luftwegs- oder Mittelohrinfektionen, die entweder durch anthroposophische oder durch konventionell orientierte Ärzte behandelt worden waren. Das Ergebnis: Während von den anthroposophisch behandelten Kindern nur jedes zwanzigste (5,5 Prozent) ein Antibiotikum erhielt, wurde von den konventionell orientierten Ärzten jedes vierte Kind (25,6 Prozent) mit einem Antibiotikum behandelt. Zudem benötigten die anthroposophisch behandelten Kinder seltener Schmerzmittel. Und die Eltern dieser Gruppe waren mit dem Behandlungsergebnis zufriedener.

Der sorglose Einsatz von Antibiotika führt zunehmend zu großen Problemen in westlichen Industrieländern: Die Zahl der resistenten Keime steigt. Immer häufiger treten multiresistente Erreger in Krankenhäusern auf. Die DAK Gesundheit hatte in ihrem Antibiotika-Report festgestellt, dass entgegen der Behandlungsrichtlinien bei Erkrankungen der oberen Atemwege immer noch regelmäßig Antibiotika verschrieben werden.

Harald J. Hamre, Anja Glockmann, Reinhard Schwarz, David S. Riley, Erik W. Baars, Helmut Keine, Gunver S. Kienle: Antibiotic use in Children with Acute Respiratory or Ear Infections: Prospective Observational Comparison of Anthroposophic and Conventional Treatment under Routine Primary Care Conditions. Evidence-Based Complementary and Alternative Medicine. Vol. 2014, Article ID 243801

Quelle: Gesundheit aktiv

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