Uni Witten/Herdecke gedeiht

Dezember 2014

An der Universität Witten/Herdecke studieren im Wintersemester 2014/15 erstmals mehr als 2.000 junge Menschen. Ursprünglich hatte die Universität diese Zahl im Rahmen ihres Wachstumskurses erst für das Jahr 2017 angepeilt.

»Dass wir unser Ziel nun schon gut zwei Jahre vor dem geplanten Termin erreicht haben, ist eine schöne Bestätigung unserer Anstrengungen in den vergangenen Jahren«, freut sich UW/H-Präsident Prof. Dr. Martin Butzlaff über das stark gestiegene Interesse der Bewerber am Studienangebot der Uni. Damit hat die UW/H ihre Studierendenzahlen innerhalb von fünf Jahren nahezu verdoppelt. Insbesondere die neu eingerichteten Studiengänge in den Bereichen der Psychologie, der Demenzforschung und der Kulturreflexion oder an den Schnittstellen zwischen Philosophie, Politik und Ökonomie sind sehr gut angenommen worden und haben ihren Teil zu einem solide finanzierten Wachstum der Universität beigetragen.

Das große Interesse an den Wittener Studienangeboten stellt die Universität allerdings auch vor Herausforderungen, wurde der Campus beim Bau 1993 doch nur für rund 1000 Studenten ausgelegt. »Dem sind wir längst entwachsen und werden den Campus ausbauen«, so Butzlaff. »Denn nur so können wir sicherstellen, dass wir unseren Studierenden weiterhin kleine Arbeitsgruppen, eine familiäre Atmosphäre und kurze Wege anbieten können.« Trotzdem werde die Universität ihrem Konzept, bei der Auswahl der geeigneten Studierenden auf Qualität statt Quantität zu setzen, treu bleiben. Butzlaff: »Wir wollen keine Massenuni werden. Auch nach einem möglichen Ausbau werden wir dafür Sorge tragen, dass die Uni ihren Charakter und eine intensive Lehr- und Forschungsatmosphäre behält. Dieses Lernen im Dialog und auf Augenhöhe mit den Professoren wäre in vollen Hörsälen gar nicht möglich.«

Trotz der gestiegenen Studierendenzahlen wird es auch in Zukunft möglich sein, zunächst einmal kostenlos an der UW/H zu studieren. Dank des Umgekehrten Generationenvertrags der StudierendenGesellschaft (SG) übernehmen die Absolventen der Uni die Studienbeiträge für die aktuell Studierenden. Sozialverträglich und einkommensabhängig zurückgezahlt werden müssen die Beiträge erst, wenn die Studierenden später im Beruf stehen und ein ausreichendes Einkommen beziehen. Wer also später viel verdient, zahlt etwas mehr, wer später weniger verdient, zahlt entsprechend weniger oder sogar überhaupt nichts zurück. In diesem Fall werden die Beiträge solidarisch von der Gemeinschaft getragen.

Um den von ihr erfundenen Umgekehrten Generationenvertrag zukunftsfest zu machen und ihn trotz der stark gestiegenen Studierendenzahlen weiterhin anbieten zu können, hat die studentisch geführte SG im vergangenen Monat eine Bildungsanleihe über 7,5 Millionen Euro erfolgreich an der Börse platziert. »Mit diesem Geld können wir sicherstellen, dass weiterhin alle Studierenden unabhängig von ihrem finanziellen Hintergrund an der UW/H studieren können«, so SG-Vorstand Niklas Becker. 

Weitere Informationen:

zum Umgekehrten Generationenvertrag: www.uni-wh.de/ugv

zur Bildungsanleihe der SG: www.uni-wh.de/universitaet/presse/presse-details/artikel/erfolgreiche-platzierung-der-studierendenanleihe-1/

Link:

www.uni-wh.de/universitaet/presse/presse-details/artikel/universitaet-wittenherdecke-waechst-weiter-und-plant-campusausbau/

Alle Nachrichten in dieser Kategorie

Krebs-Studie abgebrochen

Die groß angelegte PREFERE-Studie zur Bewertung der gängigen Behandlungsoptionen bei Frühformen von Prostatakrebs wurde Ende letzten Jahres vorzeitig... [mehr]

Kunsttherapie und Stress

Eine kürzlich veröffentlichte Studie konnte zeigen, dass die kreative Auseinandersetzung mit Kunst (»Art Making«) dazu beiträgt, den Cortisol-Spiegel... [mehr]

Spiritualität in der medizinischen Versorgung

Religiöse und spirituelle Überzeugungen können für Menschen mit psychischen Erkrankungen eine wichtige Ressource sein. In einem neuen Positionspapier... [mehr]

Forschungsfragen an die Waldorfpädagogik

Das Graduiertenkolleg Waldorfpädagogik an der Alanus Hochschule vergibt Doktorandenstipendien und fördert damit die Forschung im Bereich der... [mehr]

Marcelo da Veiga legt Rektorat an der Alanus Hochschule nieder

Nach fünfzehnjähriger Amtszeit hat Marcelo da Veiga, Gründungsrektor der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft, vor dem Senat erklärt, dass er... [mehr]

Privatschulen: Bundesländer missachten Grundgesetz

Schulpolitik und Verwaltungspraxis zementieren soziale Abschottung privater Schulen. [mehr]

Studie: Schüler an Freien Alternativschulen fühlen sich wertgeschätzt

Schüler an Freien Alternativschulen identifizieren sich sehr stark mit ihrer Schule, bewerten das Schüler-Lehrer-Verhältnis positiv und empfinden das... [mehr]

Missbrauch und Misshandlung von Kindern verändern Immunprozesse

Wenn Kinder misshandelt, missbraucht oder vernachlässigt werden, finden sich noch viele Jahre danach erhöhte Entzündungswerte im Blut. Die Folgen... [mehr]

Frühkindliche Ernährung prägt für’s Leben

Die Ernährung in den ersten Lebensjahren bestimmt die Gesundheit ein Leben lang: Ergebnisse des internationalen Forschungsprojekts »Early Nutrition«. [mehr]

Geht die Natur verloren?

Zahlreiche Studien in Nordamerika und Europa belegen eine erschreckende Naturentfremdung der jungen Generation. Prominente Journalisten wie Richard... [mehr]

Treffer 31 bis 40 von 241

< Vorherige

1

2

3

4

5

6

7

Nächste >

Folgen