Ingo Christians, Geschäftsführer
Ingo Christians ist seit zwei Jahren Geschäftsführer der Forschungsstelle. Nach einem Doppelstudium in Mathematik, Theologie und Philosophie sowie der Promotion in Philosophie war er fünfundzwanzig Jahre lang Waldorflehrer in der Oberstufe – Mathematik, Religion und Philosophie. Schulleitung, Personalführung, Schulentwicklung und eine Tätigkeit in der Schlichtungsstelle des BdFWS kamen dazu. Heute trägt er die Gesamtverantwortung für die Finanzen, den Buch- und Projektbereich; repräsentiert die Forschungsstelle nach außen und führt zudem selber einige Projekte durch. So ist Christians viel unterwegs. Was ihm große Freude macht, ist die Arbeit mit Texten – darin findet er den Bogen zu seinen akademischen Wurzeln – und vor allem die Netzwerkarbeit. «Wenn ich merke, da kommt jemand mit einer guten Idee, und man kommt dann ins gemeinsame Arbeiten» – genau das sei für ihn das Schönste an seiner Rolle. Privat folgt er gern Nietzsches Aufforderung «Bleiben Sie südlich und sei es nur dem Glauben nach», schwimmt und fährt gern Fahrrad.
Marika Stauch, Büchermacherin
Marika Stauch ist in der Forschungsstelle für die Publikationen zuständig. Sie ist Verlegerin, Redakteurin, Art-Direktorin, Marketingverantwortliche in einer Person. Jedes Buch ist für sie ein eigenes Projekt. Sprachstil, Gestaltung, Inhalt – alles wird immer wieder neu durchdacht: «Wir arbeiten individuell und sehr intensiv mit unseren Autor:innen zusammen.» Nach dem Studium der Germanistik und Politikwissenschaft war sie 17 Jahre in wissenschaftlichen Verlagen tätig. Bei Springer, heute Springer Nature, begann sie in der Medizin-Redaktion, verantwortete anschließend für McGraw Hill, einen amerikanischen Verlag, das Marketing für Europa. Zurück bei Springer leitete sie ein Team von Produktmanager:innen in New York, Berlin und Heidelberg. Internationale Kongresse, Begegnungen mit herausragenden Wissenschaftler:innen wie dem Field Medallisten John Nash und der Wandel von Print- zu Digitalmedien prägten diese Zeit. Nach vielen Jahren im internationalen Umfeld suchte sie den engeren Bezug zu Menschen und Bildung. Den fand sie an der Mannheimer Waldorfschule, zunächst in der Verwaltung, später als Geschäftsführerin. Dort entdeckte sie die Anzeige der PäFo in der Erziehungskunst. Ihr war sofort klar, die Kombination aus Waldorfinhalten und Verlag «gibt es so nur ganz selten». Deshalb freut sie sich über jede individuell und sorgfältig für die Waldorf-Gemeinschaft bearbeitete Publikation.
Miriam Santangelo, Buchhaltung und Öffentlichkeitsarbeit
Miriam Santangelo ist Diplom-Dolmetscherin für Englisch und Italienisch mit Schwerpunkt Medizin. Corona und die zunehmende KI in der Dolmetschbranche brachten sie zum Umdenken. «Da habe ich gemerkt, dass sich meine Arbeitswelt verändert und dass ich mich beruflich breiter aufstellen möchte.» Also begann sie ein Fernstudium in Bildungswissenschaft – in Teilzeit, neben drei Kindern. Thematisch ganz passend zur Forschungsstelle: «Medienpädagogik, Schulsozialarbeit, Demokratiebildung – das sind wichtige Themen, deren Bearbeitung und Weiterentwicklung ich in der Forschungsstelle helfe zu ermöglichen.» Die Stelle bei der Forschungsstelle reizte sie auch wegen der Mischung: Buchhaltung für den Kopf, Öffentlichkeitsarbeit für die Kreativität. Im Moment ist sie allerdings stark buchhaltungslastig und Miriam hat in den vergangenen fünf Monaten vor allem die Papierabläufe digitalisiert – mit Erfolg. Die optimierten Abläufe schaffen zusätzliche zeitliche Spielräume, die künftig verstärkt für die Öffentlichkeitsarbeit genutzt werden können. «Darauf freue ich mich, vor allem auf die Päfolog:innen-Initiative, denn aus der Schule kommt und in die Schule fließt unsere Arbeit».
Jaromir Palmetshofer, Projektbetreuung und Logistik
«Als ehemaliger Waldorfschüler schätze ich sehr, wie umfangreich und vielfältig meine Bildung war», sagt Jaromir Palmetshofer. Bei der Pädagogischen Forschungsstelle verantwortet er heute die Webpräsenz, betreut Projekte und wirkt an der technischen Infrastruktur. Die Datenbank der Forschungsstelle entwickelt er schrittweise auf ein neues Niveau. «Ich bin kein Programmierer, aber dank KI kann ich inzwischen deutlich bessere Funktionalitäten ermöglichen.»
Seit der Oberstufenzeit wohnen mehrere Seelen in seiner Brust: die technisch-wirtschaftliche und die soziale sowie pädagogische. Nach vier Semestern Wirtschaftsingenieurwesen wechselte er zur Sozialen Arbeit, tauchte tief in die Erlebnispädagogik ein und war in der Ausbildung tätig. Vierzehn Jahre lang verantwortete er bei den Freunden der Erziehungskunst den Bereich der Incoming-Freiwilligen – junge Menschen aus aller Welt, die nach Deutschland kommen. Sein großer Wunsch: Die Forschungsstelle soll mithelfen, dass die Waldorfpädagogik mit der gesellschaftlichen Entwicklung Schritt hält und sich selbst kontinuierlich weiterentwickelt. Privat zieht es ihn mit dem Tandem in die Natur; er lebt in Stuttgart und genießt die Mischung aus Kultur und Outdoor.
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