Am Standort Kassel wird die Arbeit zahlreicher Lehrplankommissionen koordiniert. Im Mittelpunkt steht inhaltliche und didaktische Forschung mit Blick auf einzelne Fächer: Die Unterrichtsinhalte der Ober- und Mittelstufe werden kritisch befragt, neue Unterrichtsvorschläge konzipiert und erprobt. Forschung und Umsetzung im Unterricht greifen dabei direkt ineinander.
In den vergangenen Monaten hat Dr. Volker Kleeberg für nahezu alle gängigen Versuche im Chemieunterricht Gefährdungsbeurteilungen erstellt. Stephan Sigler und Jessica Krause haben Beiträge für den Mathematikunterricht in Mittel- und Oberstufe verfasst. Rita Schumacher erarbeitet derzeit Unterrichtsvorschläge, die den Literaturunterricht stärker in Richtung Weltliteratur erweitern. Ich selbst stelle die von mir entwickelten kontextbasierten Zugänge zum Atom zur Diskussion.
Alle hier Genannten arbeiten an der Schnittstelle von Schule und Hochschule. Einerseits geben sie weiterhin Epochenunterricht und teils auch Fachunterricht an Waldorfschulen. Andererseits sind sie in Kooperationsprojekte mit dem Institut für Fachdidaktik eingebunden, einem An-Institut der Alanus Hochschule mit Sitz in Kassel. Das bei Beltz Juventa erschienene Handbuch Oberstufenunterricht an Waldorfschulen macht das akademische Selbstverständnis dieser Arbeit sichtbar.
Im Zentrum steht jedoch das Netzwerk mit tätigen Lehrkräften. Deren Expertise wird in den Lehrplankommissionen gebündelt, die Arbeit über den Standort Kassel koordiniert und so insbesondere dem von Tobias Richter herausgegebenen Lehrplan sowie der Mediathek der Pädagogischen Forschungsstelle zugearbeitet. ‹›
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