Herzensthema Erziehungskunst

Von Nele Auschra, Stefan Grosse, Februar 2022

Mit der ersten Ausgabe des Jahres 2022 begrüßen wir Sie, liebe Leserinnen und Leser, in einer Zeit des Wandels und der Veränderung.

Einige von Ihnen werden es schon wissen, für andere ist es neu: Nach 33 Jahren unermüdlichen Einsatzes für die erziehungskunst hat sich Chefredakteur Mathias Maurer neuen Aufgaben zugewandt und die Redaktion zum 31. Dezember 2021 verlassen. Wir freuen uns, dass wir bereits zum 1. November 2021 ein neues Redaktionsmitglied begrüßen durften: Angelika Lonnemann, seit mehr als einem Jahrzehnt der Waldorfschul-Idee als Mutter und Öffentlichkeitsarbeiterin tief verbunden, bringt ihre Kenntnisse als Journalistin und Redakteurin seither tatkräftig ein. Das nächste Heft (März 2022) wird sie verantworten, und sie wird Sie an dieser Stelle herzlich begrüßen.

Eine erste Veränderung wird Ihnen schon ab der nächsten Seite auffallen! Und wir sind schon jetzt auf die Reaktionen gespannt. Veränderungen sind niemals einfach, Wandel bedeutet auch immer Herausforderung. Was dem einen gefällt, irritiert den anderen. Was manchem aufstößt, lässt andere dankbar sein. Wichtig bleibt, dass wir in Beziehung bleiben. Dass wir Zugänge finden, dass wir uns unserem Herzensthema, unserer Kernaufgabe, immer wieder mit neuem Blick nähern und es bewegen, es uns zu eigen machen: Kinder und Jugendliche durch eine entwicklungsermöglichende Schulzeit in ein gelingendes Leben als Erwachsener zu begleiten.

Es wird kein »Zurück zu normal« geben, selbst wenn wir einen Umgang mit Zoonosen und Klimawandelfolgen und deren Hereinbrechen in unsere Selbstsicherheit finden sollten. Das Verschwinden von Gewissheiten wird unser Leben prägen – uns aber auch stärken, indem es uns neue Fähigkeiten abverlangt. Heilend kann die Waldorfpädagogik wirken, wenn man – wie im vorliegenden Heft geschehen – herausarbeitet, wie sie im Kern Beziehung schafft; und mit der Beziehung Zugang zur eigenen Individualität und Identität ermöglicht.

Dem jeden Anfang innewohnenden Zauber durften wir in mehreren Redaktionssitzungen seit November bereits erleben. Wir haben uns entschlossen, die Weiterentwicklung unseres Magazins mit Ihnen, unseren Leserinnen und Lesern, angehen zu wollen. Deshalb haben wir eine kurze Umfrage vorbereitet, die Sie in der Heftmitte sowie online finden (https://t1p.de/tazen). Wir hoffen auf rege Teilnahme und wünschen Ihnen nun zahlreiche gelungene Zugänge zur erziehungskunst.

Mit herzlichen Grüßen ins neue Jahr, für die Vorstandsmitglieder und Beiräte der Erziehungskunst

Nele Auschra & Stefan Grosse

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