Im Zentrum seiner Ausführungen stehen Menschen, die beispielhaft für die Friedensaktivität sind. De Vries beginnt in der Antike und zeigt an der Friedensgöttin Eirene, die später Pax bei den Römern hieß, dass es schon in vorchristlichen Zeiten Sehnsucht nach Ausgleich und Gerechtigkeit gab. Nachdem er knapp und klar die Grundlagen einer christlichen Friedensmission beschrieben hat, führt er eine beeindruckend lange Reihe an Menschen auf, die intensiv für den Frieden gestritten haben. Um nur einige herauszugreifen: der Namensgeber für internationale studentische Austauschprogramme, Erasmus von Rotterdam; Lew Tolstoi, Martin Luther King, Mahatma Gandhi, Michail Gorbatschow.
Er erklärt die Friedenssymbole Taube und Regenbogen. Er verweist auf neue Denkansätze zum gesellschaftlichen Miteinander bei Steiner und Beuys. De Vries vergisst auch nicht, Organisationen zu nennen, die Menschen versammeln und zu mehr Wirksamkeit verhelfen wollen. Zu jedem Stichwort gibt es knappe, sehr gut verständliche Informationen. Viele Portraitfotos vereinfachen den Zugang.
Im Nachwort wünscht sich de Vries, dass es in Schulen ein wachsendes Bemühen um Friedenserziehung gibt. Auch dafür ist das Buch bestens geeignet. Ein sachlich-empathischer Stil prägt sein Buch.
Frank de Vries: Der lange Weg zum Frieden in der Welt. 94 Seiten, Info3 Verlag, 2025, 14 Euro.
Ausgabe 05/26
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