Pax versteht die Welt nicht mehr. Ist das ein Spiel? Wo ist Peter, der ihn nie allein lässt? Pax riecht andere Füchse, macht sich auf, sie kennenzulernen, und begegnet dabei neuen Dingen: Sprengstoff, Rudelordnung, auf die Jagd gehen. Peter bemerkt bei seinem Großvater, dass er ohne Pax nicht sein kein. Dass es keine Option ist, ohne seinen Gefährten auf die neue Schule zu gehen, seinen strengen Vater auszuhalten, abends im Bett einzuschlafen. Also prägt er sich die Landkarte gut ein, packt Proviant zusammen und haut ab: 200 Kilometer bis zu der Stelle, wo er Pax zurückgelassen hat. Wir begleiten Pax und Peter abwechselnd, Kapitel für Kapitel auf ihrer Reise.
Sarah Pennypacker hat ein kluges, berührendes Buch geschrieben, das vom Krieg, von Schuld und Trauma erzählt. In letzter Konsequenz passiert das auf der Meta-Ebene, die die Füchse erleben. Das ist eindrucksvoll, da wir Pax nah sind und gleichzeitig nicht ganz so brutal, als wenn Peter etwas passieren würde. Die beiden durchlaufen einen Reflektionsprozess über den Krieg.
Ein wichtiges und schönes Buch – obwohl oder gerade weil es auch wehtut. Empfohlen ab 10 Jahren.
Sarah Pennypacker, illustriert von Jonathan Klassen: Mein Freund PAX. übers. von Birgitt Kollmann, 304 Seiten, Fischer Sauerländer Taschenbuch, 2019, 10 Euro.
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