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Ein neuer Name und ein Fachtag zum Jubiläum

Frodo Ostkämper

Die Schule folgt damit ihrem langjährigen Anliegen, eine pädagogisch wirksame und gesellschaftlich wegweisende Persönlichkeit als Namenspatin zu wählen. «Ute Craemer steht für einen globalen Blick auf die Herausforderungen von Ungleichheit, Armut und Ausgrenzung – und für Mut, partizipative Gestaltung und Wertschätzung von Vielfalt. Sie ist ein lebendiges Vorbild für die Wertschätzung von Diversität und furchtlosen sozialen Wandel», betonen die Initiator:innen der Umbenennung.

 

Die Waldorfpädagogin und Sozialaktivistin Ute Craemer engagiert sich seit den 1970er-Jahren im brasilianischen Projekt Monte Azul, das als Modell für Bildungs- und Sozialarbeit über Kontinente hinweg gilt. Ihre innovativen Ansätze zu inklusiver Bildung, dem Umgang mit Vielfalt und sozialräumlicher Öffnung entsprechen der Ausrichtung der Freien Fachschule, der sozialen Arbeit im Zusammenhang mit Waldorfpädagogik sowie Ansätzen, der Lebensweltorientierung und Sensibilisierung für Benachteiligungen eine verstärkte Aufmerksamkeit zukommen zu lassen.

 

Mit der Entscheidung für den Namenszusatz «Ute Craemer» möchte das Kollegium ein Zeichen setzen für den Anspruch der Freien Fachschule, sich für Vielfalt, Inklusion, das Recht auf Bildung und den Abbau von Benachteiligungen einzusetzen und diesen sozialen Impuls als Bildungsziel zu leben und weiterzutragen. Ute Craemers Lebenswerk, Bildung als Motor für gesellschaftliche Veränderung zu gestalten, soll damit auch in der Berliner Ausbildungslandschaft sichtbar werden. Sabine Kunig, Mitbegründerin der Freien Fachschule für Sozialpädagogik über Ute Craemer: «Sie verkörpert den Mut, die Freude und die Fähigkeit, Menschen zu motivieren, ihr Schicksal selbstbestimmt in die Hand zu nehmen und kollegial zu arbeiten.»

 

Der Fachtag am 14. Oktober widmet sich der Frage, welchen Beitrag die Waldorfpädagogik zu Bildungsgerechtigkeit leisten kann. Entgegen der ursprünglichen engen Verbindung zwischen Waldorfpädagogik und der sozialen Frage hat sich in der hundertjährigen Geschichte gezeigt, dass dieser Bildungsansatz heute in der Regel nicht Kindern aller gesellschaftlichen Schichten zur Verfügung steht. Welche Barrieren zu dieser Entwicklung geführt haben, welche Potenziale in der Waldorfpädagogik liegen und auf welche Weise sich die einzelnen Einrichtungen für eine größere Vielfalt öffnen können, soll in Vorträgen und Workshops diskutiert werden. Der praxisnahe Austausch renommierter Fachreferent:innen mit Fachschüler:innen und pädagogischen Fachkräften aus der Region zu dem Thema Waldorfpädagogik im Kontext sozialer Ungleichheit soll konkrete Impulse für gelingende Inklusion und Chancengleichheit setzen.

 

Medienvertreter:innen und interessierte Vertreter:innen der Verwaltung, Politik und Zivilgesellschaft sind herzlich zur Festveranstaltung und Berichterstattung eingeladen.

 

Kontakt und weitere Informationen:

Freie Fachschule für Sozialpädagogik Berlin – Ute Craemer 

Monumentenstraße 13 B, 10829 Berlin 

www.freie-fachschule-berlin.de

neues@freiefachschule.de

Tel.: 030 / 684 02 86-30

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