Kolumne Knilli. Eine Einführung

Von Maria Knilli, Februar 2022

Als erfahrene Filmemacherin bin ich auch als Dozentin an Filmhochschulen und in der Filmbildung für Kinder und Jugendliche tätig. Eine brennende Frage, die ich immer wieder von Eltern höre, und vor der ich selbst als Mutter stand, ist: Welche Filme sind eigentlich für welches Kinder- oder Jugendalter geeignet?

Zeichnung: © Lena Knilli, https://lenaknilli.at/

Die Altersfreigabe der FSK (Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft) jedenfalls hilft Vätern und Müttern kaum weiter, ist mit ihr doch erklärtermaßen »keine pädagogische Empfehlung oder ästhetische Bewertung verbunden«, so nachzulesen auf der Website der FSK. Geprüft wird die Einhaltung der Gesetze zum Jugendschutz.

So ist die Idee für diese Kolumne entstanden, für die wir regelmäßig die aktuellen Kinoprogramme, die Mediatheken sowie die DVD- und Blu-Ray-Neuerscheinungen nach gelungenen Filmen durchsehen, die für Kinder und Jugendliche geeignet sein könnten. Ausgewählte Filme stellen wir vor und sprechen eine Altersempfehlung aus.

Wie ein Film wirkt, ist individuell! Die Altersempfehlung ist als Orientierungshilfe gedacht. Wenn Sie es für Ihre Tochter oder Ihren Sohn besonders behutsam angehen möchten, wählen Sie einen Film, der für ein entsprechend jüngeres Publikum eingestuft wurde.

Anhand von hochwertigen Filmen lernen Kinder und Jugendliche Film als Kunstform kennen, als viel­schichtiges Instrument zur Untersuchung der Wirklichkeit – so wie es auch das Theater, die Literatur, die Musik und die bildende Kunst vermögen.

Kurze Anleitung für einen gelungenen Filmnachmittag

Sieh dir den Film am besten in Gesellschaft an. Finde eine filminteressierte Freundin oder einen Freund, ein Geschwister, ein Elternteil, eine Großmutter oder einen Großvater. Es ist schön, zusammen zu staunen, zu lachen oder manchmal sogar eine leise Träne der Rührung zu vergießen. Und nach dem Film habt ihr die Möglichkeit, noch ein wenig über ihn ins Gespräch zu kommen, wenn ihr mögt.

Wählt einen möglichst großen Bildschirm und gute Lautsprecher, schließt die Tür hinter euch, dunkelt den Raum etwas ab, macht es euch bequem. Zum wahren Filmgenuss gehört es unbedingt, sich den Film in einem Stück anzusehen und sich währenddessen mit nichts anderem zu beschäftigen, also ganz einzutauchen in die Filmerzählung – wie im Kino.

Über die Autorin: Maria Knilli, Filmemacherin, drehte u. a. den Mehrteiler Die erste Langzeitdokumentation über Waldorfschüler, sie ist Mitglied der Deutschen Filmakademie, der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste und zweifach ausgezeichnet mit dem Deutschen Filmpreis.

Alle Filmempfehlungen aus der Kolumne Knilli

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