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Sommerklausur des Teams der Pädagogischen Qualitätsentwicklung

Petra Mühlenbrock
Das PQE-Team
Dynamische Urteilsbildung - Urteilen und Handeln mit der Lemniskate
Blick über das Gelände der FWS Dinslaken

In Dinslaken hat die Sommerklausur des Teams der Pädagogischen Qualitätsentwicklung (PQE) stattgefunden. Die „Pädagogische Qualitätsentwicklung in der Waldorfschule“ ist ein zertifiziertes Verfahren des Bundes der Freien Waldorfschulen zur Weiterentwicklung des eigenen Unterrichts und der kollegialen Zusammenarbeit. Es macht verbindliche Angebote zur internen wie externen Hospitation mit bewährten Regelungen der Nachreflexion. Eine wissenschaftliche Evaluation bestätigt den Erfolg des Verfahrens: Alle Teilnehmer:innen bescheinigen ihm eine wirksame Anregung zur Verbesserung des eigenen Unterrichts und der kollegialen Zusammenarbeit.

Das Verfahren existiert bereits seit 2009. In der Waldorfpädagogik und in Hospitationsverfahren geschulte Menschen treffen sich seitdem regelmäßig, um sich selbst zu evaluieren und fortzubilden. Wichtig ist dem zurzeit 16köpfigen Team dabei stets, mit der Weiterentwicklung von Modulen auf die aktuellen "Fragen der Zeit" an den Schulen reagieren zu können.

Momentan sind zehn Teams an zehn Schulen im Einsatz, um in den pädagogischen Konferenzen die Kolleg*innen in der pädagogischen "Hilfe zur Selbsthilfe" auszubilden. Ziel ist hierbei, die pädagogische Arbeit in Unterricht und Konferenz neu zu beleben durch gegenseitige Hospitation und inspirierende Methoden, die zu neuen, kreativen Impulsen leiten können.

Als Beispiel aus der Praxis sei hier das Lemniskaten-Gespräch zur Dynamischen Urteilsbildung genannt: In Dreiergruppen wandten die TeilnehmerInnen der Sommerklausur diese Methode auf ihre individuelle Fragestellung an und kamen dabei zu zutiefst substantiellen Ergebnissen, die jedoch den Rahmen der Berichterstattung hier sprengen würden. So viel sei jedoch gesagt: Es war beeindruckend!

Als Gast war Stefanie von Laue eingeladen, die in einem Tagungsabschitt einen anderen Weg der Qualitätsentwicklung im BdFWS vorstellte: "Waldorf drin!". In dem sich anschließenden intensiven Austausch über diese beiden Konzepte wurde schnell deutlich, dass sie nicht konkurrieren, sondern sich im Gegenteil ergänzen: Der Schwerpunkt von "Waldorf drin!" liegt in der Entwicklung der kollegialen Zusammenarbeit, wogegen die "Pädagogische Qualitätsentwicklung" ihren Schwerpunkt auf den Unterricht und dessen Lehrkräfte, sprich: die Waldorfpädagogik, gelegt hat. Schnell entstand die Idee, Module zu entwickeln, um den jeweils anderen Schwerpunkt zu ergänzen und so eine konstruktive Zusammenarbeit zu beginnen. Man darf gespannt sein!

Die Fragen "Woran erkennt man einen guten Lehrer/ eine gute Lehrerin und welche Kompetenzen werden dazu gebraucht?" bildeten einen weiteren Schwerpunkt, der in Gruppen erarbeitet, verglichen und diskutiert wurde. Zudem fand eine intensive Textarbeit mit Intervision (GA 181, 6. Vortrag) statt, wie sie auch in den Kollegien getan wird, die das "PQE-Team" gebucht haben.

Fazit: Es waren 2,5 Tage intensivster Zusammenarbeit bei einer liebevollen Rund-um-Betreuung durch die gastgebende Freie Waldorfschule Dinslaken. Das Team der Pädagogischen Qualitätsentwicklung kann wirklich die Freude auf neue Wege im Unterricht und einen erfrischenden pädagogischen Austausch wecken! Deshalb sei an dieser Stelle auf die nächste Mentor*innenschulung hingewiesen, die Kolleg*innen dazu ausbildet, diese wertvolle Arbeit an ihrer eigenen Schule zu betreuen:

https://waldorf-nrw.de/2026/06/24/mentorinnenschulung-in-der-praxis-vom-9-13-november-2026-in-aachen/

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