UNESCO lud die Mitglieder – nationale Vertreter:innen der Steiner-Waldorfpädagogik – zu einem Tag in die UNESCO-Zentrale ein, da diese im Rahmen ihrer Ratstagung vom 28. bis 31. Mai 2026 in Paris waren. Zu den Bildungsschwerpunkten der UNESCO zählen digitales Lernen und KI in der Bildung, Bildung für Nachhaltigkeit, der Lehrer:innenberuf sowie Bildung für den Frieden – Themen, die das European Council for Steiner Waldorf Education auch als drängende Herausforderungen für Schulen erkennt. Vor diesem Hintergrund zeigte die UNESCO Interesse an einem strukturierten Treffen und Dialog mit Vertreter:innen der Steiner-Waldorfpädagogik.
Impulse aus der Waldorf- und UNESCO-Bildungspolitik teilen
Die disruptiven Realitäten der Gegenwart – darunter wirtschaftliche, geopolitische, ökologische und gesundheitliche Krisen – machen es Kindern und Jugendlichen schwer, sich auf die eigene Entwicklung zu freuen oder hoffnungsvoll in die Zukunft zu blicken. Bildungssysteme spielen eine wichtige Rolle dabei, diesen Herausforderungen zu begegnen und Kinder und junge Menschen zu stärken, damit sie leben und lernen können, und indem sie geschützte Räume schaffen, in denen Entwicklung möglich ist. Darauf wurde in den Keynotes von Margareta Van Raemdonck (ECSWE) und Cecilia Barbieri (UNESCO) hingewiesen. Nach dieser Einführung sprach Matthew Thomas (UNESCO) über die Bedeutung von Lehrkräften und ihre entscheidende Rolle dabei, Kindern und Jugendlichen Lernen zu ermöglichen.
Fünfzig Bildungsexpert:innen von ECSWE und UNESCO kamen zusammen
Der Sitzungssaal VI der UNESCO war voll mit nationalen Steiner-Waldorf-Vertreter:innen aus 19 Ländern, Vorstands- und Teammitgliedern der ECSWE, Vertreter:innen des International Council for Steiner Waldorf Education, der Pädagogischen Sektion am Goetheanum, des European Network of Steiner Waldorf Parents, der International Association of Steiner Waldorf Early Childhood Education sowie fünf UNESCO-Vertreter:innen. Dieses Treffen bot Raum, um sich zu vernetzen und an der fruchtbaren Zusammenarbeit der vergangenen Jahre anzuknüpfen – und es erinnerte zugleich daran, dass die Tür für Austausch und gegenseitige Unterstützung auch in Zukunft offensteht.
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