Ausgabe 10/26

Waldorfpädagogik am Puls der Zeit

Wir widmen diese Ausgabe der Erziehungskunst der Pädagogischen Forschungsstelle, weil wir finden, dass diese noch bekannter werden sollte, denn sie macht wichtige, grundlegende Arbeit für die gesamte Waldorfpädagogik. Bei Schullektüren, beim Waldorflehrplan und bei der Herausgabe von Büchern sorgt die Forschungsstelle dafür, dass Waldorfpädagogik aktuell bleibt, dass fundiertes Wissen in heutigen Medien für Lehrkräfte schnell auffindbar ist und damit Unterstützung für die Bewältigung des Schulalltags bietet. Zum Beispiel mit Publikationen, die den eurozentrischen Blick verlassen zugunsten eines dekolonisierten wie etwa für den Geschichtsunterricht an Waldorfschulen, bereitet die Forschungsstelle den Weg für die Zukunft. Auch Themen zur Sexualität, zu Vielfalt, zur Interkulturalität widmet sich die Forschungsstelle mit einem wachen und neugierigen Blick, einem offenen Ohr und macht sich daran, Bedürfnisse an den Schulen zu erfüllen.

Vielleicht ist Ihnen schon aufgefallen, dass wir diesmal zur Gestaltung des Titelbildes ein neues Stilmittel verwendet haben. Die Ideen für die Details auf den Bildern stammen von uns Redakteurinnen, umgesetzt hat sie die KI.

Auch sonst haben wir wieder viel Interessantes im Heft: Ines Lechner erklärt, was es mit den Leiern, die auch Kinderharfen genannt werden, auf sich hat. Anne Brockmann beschreibt, wie die Waldorfschule in Haan auf Hakenkreuze auf Schulheften und andere Verlautbarungen rechter Gedanken reagiert. Renatus Derbidge wird in einer dreiteiligen Serie auf die Grundlagen der Waldorfpädagogik eingehen, wir beginnen mit Teil eins. Christian Boettger stellt den Werklehrer Wulf Frost vor, der für das Feldmesspraktikum eine App entwickelt hat, die er allen Kolleg:innen bundesweit kostenlos zur Verfügung stellt. Achim Oerter beschreibt, wie die Freie Schule Hitzacker mit neu gestaltetem Pergolaschatten und Schwammbeeten auf den Klimawandel und die Hitzeperioden reagiert hat. Linda Williams und Martyn Rawson beschreiben, dass Barrierefreiheit, Multikulturalismus und Vielfalt seit mehr als vierzig Jahren ein wichtiger Bestandteil der anthroposophischen und der waldorfpädagogischen Arbeit in Nordamerika sind und wie diese durch die aktuellen Entwicklungen in den USA angegriffen werden.

Ich wünsche Ihnen eine interessante Lektüre!

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