Editorial

Der Hände Taten

Von Mathias Maurer, Oktober 2014

Paul stickt an seiner Tasche. Unermüdlich geht die Nadel über Kreuz mit Fäden in wechselnden Farben. Er schwitzt leicht, die Zunge im Mundwinkel, die Finger mit der Nadel suchen vorsichtig das richtige Löchlein – der bewundernswerte Willenseinsatz des Viertklässlers ist nicht zu übersehen. Das geht eineinhalb Stunden so.  [mehr]

Hand & Werk

Feinmotorik und feinsinnige Gedanken. Befunde aus dem Kindergarten und der Grundschule

Von Sebastian Suggate, Oktober 2014

Sowohl die Reformpädagogin Maria Montessori als auch der deutsche Philosoph Martin Heidegger betrachteten die Hand als ein Instrument der Intelligenz. Dieser Gedanke, dass Bewegung wesentlich für das Denken ist, spielt auch eine bedeutende Rolle in der Pädagogik Rudolf Steiners. In letzter Zeit sprechen auch zahlreiche empirische Befunde für diese faszinierende Idee. [mehr]

Standpunkt

Tafelsilber

Von Henning Kullak-Ublick, Oktober 2014

Die Städtische Anne-Frank-Realschule aus München, eine Mädchenschule, gewann im Sommer den »Deutschen Schulpreis 2014«. Zuerst also einen zwar späten, aber herzlichen Glückwunsch! [mehr]

Serie

Bildung und Kritik

Von Nadine Reinert, Oktober 2014

Der Mensch bildet sich nicht nur im Verhältnis zur Welt oder einer Frage, sondern auch im Zusammenleben und in der individuellen Auseinandersetzung mit anderen Menschen – durch Kritik. [mehr]

Forum

Auch nachmittags muss die Qualität stimmen

Von Silke Schieder, Oktober 2014

Mit verlängerten Öffnungszeiten stoßen viele Waldorfkindergärten an ihre pädagogischen und personellen Grenzen. [mehr]

Kolumne

Leise Gewalt

Von Henning Köhler, Oktober 2014

Jeden zweiten Tag stirbt in Deutschland ein Kind an Misshandlungen. Insgesamt ist eine stark ansteigende Tendenz schwerer Kindesmisshandlungen zu verzeichnen. 20 bis 30 Prozent aller Kinder geben an, einmal oder mehrmals Prügel bezogen zu haben. »Moderate« Züchtigungen sind nicht die Ausnahme, sondern die Regel (75 bis 80 Prozent). Psychische Misshandlungen statistisch zu erfassen, ist kaum möglich. Außer Frage steht, dass sie ganz selbstverständlich sind.  [mehr]

Frühe Kindheit

Wer lernen will, braucht ein Gegenüber. Mit der Nachahmung muss man richtig umgehen

Von Karl-Reinhard Kummer, Oktober 2014

In einem Waldorfkindergarten spielt sich folgende Szene ab: Nach dem Spielen draußen im Sandkasten nimmt der Erzieher einen Dreijährigen an die Hand und beginnt zu singen: »Herbei, herbei!« Ein anderes Kind ergreift dessen Hand und so weiter, bis schließlich alle Kinder hinter dem Erzieher Hand an Hand nach drinnen gehen. [mehr]

Aus dem Unterricht

Plastizieren gegen Mobbing. Projekt an der Waldorfschule in Köln

Von Silke Speckenmeyer, Christine Gaide, Oktober 2014

Die Idee, mit der 5. Klasse der Freien Waldorfschule Köln zu plastizieren, entstand im Rahmen einer Mobbing-Vorbeugung. Ziel war es, die Entwicklung einer positiven Streitkultur voranzutreiben und den Schülern auf künstlerischem Weg neue Begegnungsmöglichkeiten zu bieten. [mehr]

Erziehungskünstler

Im Gefängnis kam die Wende

Von Mathias Maurer, Oktober 2014

Helmy Abouleish, Sohn des Alternativen Nobelpreisträgers und SEKEM-Gründers Ibrahim Abouleish, ist leitender Manager des SEKEM-Konzerns in Ägypten mit über 2.000 Mitarbeitern. Ihm wurde vorgeworfen, SEKEM-Firmen durch EU-Gelder begünstigt und mit dem »alten« System Husni Mubaraks kollaboriert zu haben. Um der Willkür des Gerichtes zu entgehen, kam er durch einen Vergleich wieder frei. Dennoch saß Abouleish 2011 hundert Tage im berüchtigten Torah-Gefängnis in Kairo. Dort kam eine unerwartete Wende. [mehr]

Waldorf weltweit

Inklusion an Waldorfschulen – Ein Bericht aus der Forschung

Von Martin Riebel, Oktober 2014

Im August 2014 legte ich im Rahmen der Bachelorarbeit meines Förderpädagogik-Studiums an der Uni Leipzig eine qualitative Studie zum Stand der Inklusion an Waldorfschulen in Deutschland vor. Fazit: die Waldorfbewegung ist auf einem guten Weg. [mehr]

Junge Autoren

Unser WOW-Day Projekt

Von Julia Heying, Oktober 2014

WOW-DAY. Das bedeutet »Waldorf one World«. Wir – Colja, Rosa und ich – aus der sechsten Klasse, haben für genau diesen Tag gearbeitet. Wie natürlich auch die anderen Kinder unserer Klasse.  [mehr]

Zeichen der Zeit

»ADHS« – eine erfundene Krankheit

Von Manfred Schulze, Oktober 2014

Was heute ADHS genannt wird, hieß einmal »kleiner Gehirnschaden«. In den ersten Beschreibungen der »auffälligen« Kinder sah man im »minimal brain damage« die Ursache. Man fand jedoch keinen anatomisch beschreibbaren Schaden. Also verlegte man die »Krankheit« auf eine »minimale zerebrale Dysfunktion«. [mehr]

Film

Überraschung: Opa war auch mal Rebell

Von Ute Hallaschka, Oktober 2014

Sie wohnen in Paris und die großen Ferien stehen vor der Tür. Da beginnt für die drei Geschwister ein Alptraum. Die Eltern haben sich getrennt, Mama geht nach Kanada – wohin mit den Kindern? Sie sollen für ein paar Monate aufs Land. Zu den Großeltern in ein total abgelegenes Kaff in der Provinz. [mehr]