Sprechen Sie waldorfisch?

Von Angelika Lonnemann, September 2022

Wer nicht aus anthroposophischen Familien stammt oder selbst zur Waldorfschule gegangen ist, für den sind viele Begriffe an Waldorfschulen erst einmal Vokabeln einer Fremdsprache, die man lernen muss. Hier seien zum Beispiel Worte wie «Sanguinikerin» oder «Rubikon» genannt.

Andere Begriffe erscheinen zwar geläufig, haben aber an Waldorfschulen eine ganz andere Bedeutung, so zum Beispiel «Formenzeichnen» oder «Epoche». In diesem Heft erklären wir 72 Waldorf-Wörter, weitere Begriffe und Beispiele finden sich auf unserer Homepage unter Schule leben/Waldorfwörterbuch.

Linus Groschke und Monika Jonas sind zwei Waldorfneulinge, die inzwischen perfekt waldorfisch sprechen. Sie erzählen, das Waldorfwörterbuch einleitend, berührend und eindrücklich von ihren besonderen Erfahrungen, Groschke als Schüler, Jonas als Lehrerin. 

Mit diesem Heft wollen wir allen, die neu an den Schulen sind, eine kleine Hilfe an die Hand geben. Diejenigen unter Ihnen, die längst Expert:innen sind, sind herzlich aufgefordert, unser Wörterbuch auf Vollständigkeit zu untersuchen und uns weitere Begriffe zu nennen, die wir in unsere Sammlung mit aufnehmen sollten. Schulen können dieses Heft Eltern von Schulanfänger:innen oder Seiteneinsteiger:innen an die Hand geben – oder bei Informationsveranstaltungen auslegen. Vielleicht lohnt es sich auch, ein paar Hefte für kommende Jahre und zukünftige Neu-Eltern aufzubewahren!

Im Frühjahr hatten wir eine Leser:innenumfrage durchgeführt, in der wir Sie um Verbesserungsvorschläge für die erziehungskunst baten. In dieser Ausgabe haben wir in einem ersten Schritt eine Reihe von Änderungen für das gedruckte Heft umgesetzt. Ab sofort gibt es zum Beispiel ein besonders gestaltetes «Herzstück» in der Mitte der Erziehungskunst zum Heraustrennen und Aufhängen. Wir freuen uns, wenn Sie uns zukünftig Fotos schicken, falls Sie die Doppelseite aufgehängt haben - im Klassen- oder Lehrerzimmer, oder zuhause am Kühlschrank? Weiterhin betreffen die Änderungen den Umfang des Magazins (es ist dünner!), den Untertitel unseres Heftes («waldorf.leben»), das Layout der Seiten (dreispaltig und Flattersatz) und dass Sie als Abonnent:innen das Heft ab sofort nach dem Erscheinen auch als PDF erhalten können. Mit diesen Änderungen wollen wir auf geänderte Lesegewohnheiten Rücksicht nehmen und weniger Papier verbrauchen und damit ökologischer handeln.

In einem zweiten Schritt wollen wir im kommenden Jahr unseren Internetauftritt ändern und hier zum Beispiel allen Öffentlichkeitsarbeiter:innen der Schulen eine Plattform bereitstellen, wo sie Meldungen, Artikel oder Galerien auf eine Seite hochladen können («Waldorfschule-vor-Ort»). Ich finde das neue Outfit sehr schön und danke den beiden Gestalterinnen Caroline Becker und Maria A. Kafitz herzlich für ihre grafische Kunst.

Ihnen wünsche ich viel Spaß beim Vokabeln lernen und einen schönen September!

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