Universität Witten/Herdecke vom Wissenschaftsrat für weitere fünf Jahre akkreditiert

Juli 2018

Die Universität hat die Begutachtung durch den deutschen Wissenschaftsrat erfolgreich durchlaufen und erhält neben einigen Empfehlungen und Auflagen eine insgesamt positive Einschätzung und Bewertung.

Foto: Universität Witten/Herdecke

Die Institutionelle Akkreditierung durch den Wissenschaftsrat ist ein Verfahren der Qualitätssicherung, in dem die Leistungen einer Hochschule in Lehre und Forschung nach anerkannten wissenschaftlichen Maßstäben überprüft werden. 

Insgesamt wird die Leistungsfähigkeit der Universität Witten/Herdecke (UW/H) in ihren Fakultäten für Gesundheit, Wirtschaft und Kultur bestätigt, und die modellhaften Ansätze in den vielfältigen Studiengängen werden gewürdigt. Vor allem das didaktische Konzept und die interdisziplinäre Ausrichtung werden hervorgehoben. Besonders gewürdigt werden auch das große Engagement der Studierenden und die besondere Form der studentischen Mitbestimmung.

Im Rahmen seiner Begutachtung hat der Wissenschaftsrat einige zentrale Handlungsempfehlungen und Auflagen für die Universität ausgesprochen. So sind nach Ansicht des Wissenschaftsrates insbesondere für den weiteren Wachstumskurs in der Fakultät für Gesundheit und im Humanmedizinstudium noch weitere hauptberufliche Professuren und Lehrstühle erforderlich, um ein gesichertes Qualitätsniveau in Lehre und Forschung zu erreichen und zu halten.

Auch in der Kulturreflexion, der kleinsten Fakultät der Universität, erwartet der Wissenschaftsrat ein Konzept zur nachhaltigen Restrukturierung, entweder in Form einer Zusammenlegung zu einer neuen Fakultät für Wirtschaft und Kultur oder mit einer deutlichen professoralen und disziplinären Stärkung.

»Nach sieben Jahren der Re-Strukturierung und der gleichzeitigen Verdoppelung der Studierendenzahl auf heute 2.500 kann sich dieses Ergebnis durchaus sehen lassen: Das Votum des Wissenschaftsrates definiert wichtige Aufgaben und schafft gleichzeitig eine gute Grundlage für die geplanten Zukunftsprojekte der Universität«, so Prof. Uwe Schneidewind, Vorsitzender des UW/H-Aufsichtsrates.

Diese Einschätzung teilt Prof. Hans-Christian Pape, Präsident der Humboldt-Stiftung und ebenso Mitglied des UW/H-Aufsichtsrates: »Die Stärken der Universität sind deutlich geworden und – das gehört dazu – einige Schwächen auch. Hochwertige Wissenschaft braucht nicht nur innovative Köpfe, sondern vor allem auch Geduld, Zeit und ausreichende Ressourcen: Daran wird die UW/H in allen Fakultäten mit viel Energie, Tatkraft und Augenmaß arbeiten.«

Die Ergebnisse des 127-seitigen Gutachtens werden nun in den universitären Fakultäten und Gremien sowie mit der Landesregierung besprochen und anschließend Eingang in die strategische Planung der UW/H finden.

Eine erneute Begutachtung und Akkreditierung ist für das Jahr 2023 geplant.

Alle Nachrichten in dieser Kategorie

»Reden wir von Leben und Tod«

Zwölftklässler einer Waldorfschule im Gespräch. [mehr]

Plädoyer für faktenbasierten Diskurs über Corona-Krise

Der Bund der Freien Waldorfschulen (BdFWS) hat heute ein Plädoyer für einen faktenbasierten Diskurs über die Corona-Krise veröffentlicht. Die... [mehr]

Gemeinsame Aktion für Corona-Hilfen: ein erster großer Erfolg

Die »Freunde der Erziehungskunst« haben sich mit verschiedenen Stiftungen und international arbeitenden Waldorf-Organisationen zusammengetan, um... [mehr]

Erklärung der Bundeselternkonferenz im Bund der Freien Waldorfschulen zur Corona-Krise

Mit Sorge betrachten wir die derzeitige Situation in den Schulen und Familien. Die außerordentliche Belastung der Familien und die auf reine... [mehr]

Science for Hippies – Zwischen Bildung, Wissenschaftskommunikation und Spiritualität

Ein kleines Team engagierter Pädagogen, wissenschaftlicher Berater und Storyteller versucht mit der Online-Plattform »Science for Hippies« ein... [mehr]

Spinnen in Corona-Zeiten

Von Ende April bis Ende Mai hatte die 10. Klasse der Annie Heuser Schule Berlin Textiltechnologie-Epoche. Die Schüler holten die Spinnräder, Spindeln... [mehr]

Literatur und Pandemie. Anregungen für den Literaturunterricht in Krisenzeiten

Als väterliches Erbe fand sich Boccacios »Il Decamerone« in Goethes Bibliothek. Er schätzte das Werk als wirksame Therapie zur Stärkung des... [mehr]

Bundesverfassungsgericht lehnt Eilanträge zum »Masernschutzgesetz« ab, wird sich aber eingehend mit den Beschwerden befassen

Mit dem gestern veröffentlichten Beschluss vom 11. Mai 2020 hat das Bundesverfassungsgericht die Eilanträge zweier Familien abgelehnt, die... [mehr]

Die Chance in der Krise

Die Freie Hochschule Stuttgart unterstützt die Schulen in Zeiten von Corona. [mehr]

Spielerisch in die Zukunft. Wie retten wir das Lebendige?

Mit dem Ziel, möglichst viele Leben in der Corona-Krise zu retten, riskiert man, dass das Lebendige untergeht. Ohne Zweifel: Jedes einzelne Leben ist... [mehr]

Treffer 21 bis 30 von 1323

< Vorherige

1

2

3

4

5

6

7

Nächste >

Folgen