Anthroposophische Medizin schneidet gut ab

September 2015

Erneut gute Ergebnisse für die Anthroposophische Medizin: Zur großen Beobachtungsstudie »AMOS« (Anthroposophic Medicine Outcomes Study) von 2004 wurde kürzlich ein Update mit einer größeren Patientenstichprobe und einer längeren Nachbeobachtungszeit (Follow-Up) veröffentlicht.

An der prospektiven Kohortenstudie »AMOS« hatten rund 1.500 chronisch kranke Patientinnen und Patienten aus der ambulanten Routineversorgung im Alter zwischen 1 und 75 Jahren teilgenommen. Die häufigsten Diagnosegruppen waren: Asthma, Angststörungen, Migräne, Depression, ADHS (Hyperaktivität), LWS-Syndrom (Rückenschmerzen). Die durchschnittliche Krankheitsdauer betrug bei Studienbeginn 3,5 Jahre. Im Studienverlauf erhielten die Teilnehmer Elemente aus der Anthroposophischen Medizin wie Anthroposophische Arzneitherapie, Kunsttherapie, Heileurythmie oder Rhythmische Massage nach Dr. Ita Wegman. Im Fokus der Studie standen die Krankheitssymptome sowie die gesundheitsbezogene Lebensqualität.

Die vorliegende 48-Monate-Follow-up-Analyse bestätigt die bereits vorliegenden Ergebnisse der AMOS-Studie: Patienten, die wegen chronischer Erkrankungen eine Therapie in Anthroposophischer Medizin erhalten, zeigen klinisch relevante und nachhaltige Verbesserungen ihrer Krankheitsbeschwerden sowie der gesundheitsbezogenen Lebensqualität. Nebenwirkungen sind selten. Die Patientenzufriedenheit ist insgesamt als hoch einzustufen.

Literatur: Hamre, HJ et al.: Langzeitergebnisse für anthroposophische Behandlung chronischer Erkrankungen: Eine 4-Jahres-Follow-up-Untersuchung mit 1.510 Patienten aus einer prospektiven Beobachtungsstudie in der ambulanten Routineversorgung. Merkurstab 68(4), 2015: 275-287

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