Marcelo da Veiga legt Rektorat an der Alanus Hochschule nieder

November 2016

Nach fünfzehnjähriger Amtszeit hat Marcelo da Veiga, Gründungsrektor der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft, vor dem Senat erklärt, dass er das Rektoratsmandat zum April 2017 beenden will.

2014 wurde der Rektor nach drei Amtsperioden vom Senat und Stiftungsvorstand gebeten, sein Mandat zu verlängern. Grund dafür war die laufende Antragsstellung auf Erteilung des Universitätsstatus eines Teils der Hochschule. Da das Verfahren beim Wissenschaftsrat im Frühjahr 2017 zum Abschluss kommt, sieht da Veiga den Zeitpunkt gekommen, den Weg für die Neuwahl des Rektorats frei zu machen.

Der 1960 in Brasilien geborene und in Deutschland aufgewachsene Professor für Philosophie hatte die Hochschule Ende 2002 als Projektleiter erfolgreich zur staatlichen Anerkennung als Kunsthochschule geführt und wurde dann zum ersten Rektor gewählt. In den 15 Jahren seiner Amtszeit hat die Alanus Hochschule eine komplexe akademische und institutionelle Entwicklung als Kunsthochschule durchlaufen. Die institutionelle Akkreditierung als Kunsthochschule, der Erwerb des Promotionsrechts, die Einführung des Lehramts für das Fach Kunst, der Bau des zweiten Campus an der Villestraße, die Standortgründung in Mannheim sowie der Ausbau wissenschaftlicher Studiengänge sind wichtige Etappen auf diesem Weg gewesen. Auch der BWL-Studiengang unter dem Motto »Wirtschaft neu denken«, der Wirtschaftsthemen mit Kunst und Philosophie verknüpft, wurde auf da Veigas Initiative hin gegründet.

Da Veiga hat in seiner Zeit als Rektor zahlreiche Berufungs- und Akkreditierungsverfahren begleitet. Die Alanus Hochschule hat sich während seiner Amtszeit von einer Bildungseinrichtung mit anfänglich circa 150 Studenten und etwa 14 Mitarbeitern zu einer staatlich anerkannten und institutionell akkreditierten Hochschule mit rund 1500 Studenten auf zwei Standorten und insgesamt 230 Mitarbeitern – davon rund 70 Professoren – entwickelt.

In den letzten zweieinhalb Jahren hat da Veiga sich intensiv den Verfahren zur Standortgründung in Mannheim sowie der Antragsstellung auf Erteilung des Universitätsstatus für die Fakultät für Human- und Gesellschaftswissenschaften gewidmet. Ein positiver Bescheid zum Universitätsantrag könnte unter anderem den weiteren Ausbau des Lehramtsstudiums und des Promotionsrechts ermöglichen. Marcelo da Veiga hatte 2014 einer Mandatsverlängerung mit Blick auf das Antragsverfahren zugestimmt.

Nach einem Forschungsfreisemester will er sich auf die Leitung des Instituts für philosophische und ästhetische Bildung konzentrieren. Neben dem Studium Generale, dem kulturwissenschaftlichen Ergänzungsstudium für alle Studenten, bietet  das Institut seit 2015 mit dem Bachelorstudiengang »Philosophy, Arts and Social Entrepreneurship« und dem Masterstudiengang »Philosophy of Social Innovation« zwei neuartige Studiengänge in der Tradition der Liberal Arts an, die den Bildungsprozess des Einzelnen in den Vordergrund rücken.

Marcelo da Veiga beendet sein Amt zum April 2017. Die Neubesetzung der Position des Rektors ist für 2018 geplant. Der Senat der Hochschule wird das Verfahren im Dezember 2017 einleiten.

Alle Nachrichten in dieser Kategorie

Lehrstuhl für Medienpädagogik an der Freien Hochschule Stuttgart

Der Startschuss ist gefallen: Mit einem Festakt eröffnete die Freie Hochschule Stuttgart – Seminar für Waldorfpädagogik ihren von der Tessin-Stiftung... [mehr]

Weniger Vernetzung, mehr Intelligenz

Je intelligenter ein Mensch ist, desto weniger vernetzt sind die Nervenzellen in seiner Großhirnrinde. Zu diesem Ergebnis kommen Neurowissenschaftler... [mehr]

Kindergesundheit: Deutschland verschenkt Billionen

Übergewicht kostet: Der deutsche Staat wird bis zum Lebensende der heute übergewichtigen Kinder und Jugendlichen schätzungsweise 1,8 Billionen Euro... [mehr]

Fernsehen schadet dem Schlaf von Kindern

Kinder, die elektronische Medien nutzen, haben eine schlechtere Schlafqualität. Gleichzeitig scheint das Vorlesen oder Anschauen von Büchern den... [mehr]

Jena Experiment: Artenverlust zerstört Ökosysteme

Wie schwer wiegt der globale Artenverlust? Sind Stoffkreisläufe in einem Ökosystem mit wenig Arten verändert? Um dies zu klären, wurde 2002 das »Jena... [mehr]

Sicherheit anthroposophischer Arzneimittel

Forscher der European Scientific Cooperative on AMPs (ESCAMP) und des Forschungsinstituts Havelhöhe haben kürzlich online die umfangreichste... [mehr]

Angriff auf die Komplementärmedizin

Mitte August hat eine »Experten«gruppe (»Münsteraner Kreis«) in einem Memorandum radikale Vorschläge vorgelegt, um das Heilpraktikerwesen zu... [mehr]

Gerhard Kienle Lehrstuhl an der UWH neu besetzt

Der Lehrstuhl für Medizintheorie, Integrative und Anthroposophische Medizin, den bis vor kurzem Peter Heusser innehatte, erhielt im Juli 2017 einen... [mehr]

Arnika ist in Norddeutschland arm dran

Insbesondere in Norddeutschland ist die Wildpflanze Arnika (Arnica montana) vom Aussterben bedroht. Die Art leidet unter genetischer Verarmung in... [mehr]

Forschung zur sexuellen Gewalt gegen Kinder und Jugendliche

Obwohl die Sensibilität der Gesellschaft für sexuellen Kindesmissbrauch wächst, bleibt die Zahl minderjähriger Opfer in Deutschland hoch. Aktuelle... [mehr]

Treffer 11 bis 20 von 241

< Vorherige

1

2

3

4

5

6

7

Nächste >

Folgen